Er war einer der größten und ältesten, den die Guides je gesehen hatten - ein Platzhirsch, der allein durch seine Präsenz Respekt auslöste. In seiner Ruhe, seiner Würde und in einem Augenblick, als er still dem Sonnenuntergang zusah, zeigte sich die ganze Tiefe der Arktis.
Der alte Bär taucht auf
In den letzten Tagen tauchte er auf - der große alte Bär. Schon zuvor hatte ich ihn mit der Drohne beobachtet, wie er sich im Gras wälzte und meist in Küstennähe lag, dort, wo etwas Wind die Mücken und stechenden Fliegen fernhielt. Auch wir spürten sie ständig: die Mücken in Scharen und die beißenden Bremsen, die hier genauso lästig waren wie für die Bären.
Ein Platzhirsch mit Ausstrahlung
Unsere Guides kannten diesen Bären seit Jahren. Er galt als einer der ältesten und größten, die sie je gesehen hatten - ein Platzhirsch, dem die anderen Respekt zollten. Tatsächlich vertrieb er in den letzten Tagen fast alle anderen Tiere von der Insel. Er musste dafür nicht einmal kämpfen. Ein müder Blick, eine kaum spürbare Energie, die von ihm ausging, genügte. Und die anderen Bären zogen sich zurück.
Gelassenheit im Alter
Gleichzeitig war er beeindruckend gelassen. Seine Größe machte ihn imposant, doch seine Bewegungen verrieten das Alter: ein leicht gebogener Rücken, ein etwas schwerfälliger Gang, fast x-beinig. Er trabte gemächlich dahin, als hätte er alle Zeit der Welt. Und trotzdem war er nicht völlig kraftlos. Einmal beobachtete ich, wie er versuchte, eine geschwächte Ente zu erbeuten. Doch er scheiterte, schaute ihr nach und wirkte fast ein wenig enttäuscht - als wisse er, dass selbst das leichte Mahl nicht für ihn bestimmt war.
Nähe ohne Bedrohung
Uns gegenüber war er völlig unbeeindruckt. Einmal lief er in höchstens sieben Metern Abstand an uns vorbei, ohne jede Hast. Ich warf einen prüfenden Blick zu Dennis, unserem Guide, doch er schüttelte nur den Kopf: keine Gefahr. Dieser alte Kerl ruhte in sich selbst. Für ihn waren wir bedeutungslos. Oft lag er einfach im Blumenmeer, drehte sich gelegentlich oder blickte nur kurz auf, als wollte er sagen: „Ach, schon wieder diese Menschen.“ Action war von ihm nicht zu erwarten. Während er schlief, fotografierten wir manchmal Vögel, denn der Bär lag einfach da und genoss die Stille.
Abendliche Lebendigkeit
Und doch war er nicht schwach. Abends, wenn die Sonne sank und die Hitze des Tages nachließ, zeigte er sich aktiver. Dann lief er los, pflückte Beeren, durchstreifte die Insel. Manchmal wirkte er fast jugendlich in seiner Neugier.
Der Bär und der Sonnenuntergang
Am tiefsten berührte mich ein Bild, das fast philosophisch erschien: Dieser alte Bär setzte sich eines Abends hin, um in aller Ruhe dem Sonnenuntergang zuzusehen. Es war ein Anblick wie gemalt - mit unserem Hausboot im Hintergrund und der Sonne, die in der Weite unterging.
Tatsächlich gibt es immer wieder Berichte von Naturbeobachtern, dass Bären sich scheinbar bewusst Zeit nehmen, um Landschaften oder Sonnenuntergänge zu betrachten. Ein Wildtierbeamter in Yellowstone berichtete sogar von einem Bären, der fast jeden Abend auf einen Hügel stieg, um den Sonnenuntergang zu beobachten - er erhielt den Spitznamen „Picasso“ (Medium). Auch andere Beobachter weisen darauf hin, dass Bären öfter still verharren und auf Berge, Flüsse oder eben Sonnenuntergänge blicken - was als Hinweis auf eine Art Sinn für Schönheit gedeutet wird (Earthly Mission).
Ob man es nun wissenschaftlich erklären kann oder nicht - für mich war dieser Moment ein Sinnbild für Würde und Ruhe. Ein alter Bär, der seinen Platz in der Welt gefunden hatte, und dessen Blick in die untergehende Sonne mehr ausdrückte, als Worte es je könnten.
Tatsächlich gibt es immer wieder Berichte von Naturbeobachtern, dass Bären sich scheinbar bewusst Zeit nehmen, um Landschaften oder Sonnenuntergänge zu betrachten. Ein Wildtierbeamter in Yellowstone berichtete sogar von einem Bären, der fast jeden Abend auf einen Hügel stieg, um den Sonnenuntergang zu beobachten - er erhielt den Spitznamen „Picasso“ (Medium). Auch andere Beobachter weisen darauf hin, dass Bären öfter still verharren und auf Berge, Flüsse oder eben Sonnenuntergänge blicken - was als Hinweis auf eine Art Sinn für Schönheit gedeutet wird (Earthly Mission).
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